Die Formen des Schielens
Grundsätzlich werden 3 Arten des Schielens unterschieden:
Begleitschielen
Bei dieser Form ist der Schielwinkel im Gegensatz zum Lähmungsschielen immer gleich. Das bedeutet, dass das nicht schielende Auge das schielende in allen Bewegungsrichtungen begleitet. Entweder es schielt nur ein Auge oder beide Augen tun dies abwechselnd. Hierbei unterscheidet man weiter das Einwärts- oder Auswärtsschielen, das Höhenschielen oder die seltene Form des Verollungsschielens.
Lähmungsschielen
Die Ursache dieser Form besteht in einer Lähmung eines oder mehrerer Augenmuskeln. Der Schielwinkel ist nicht in allen Blickrichtungen gleich.
Latentes Schielen
Diese Form des Schielens entsteht durch eine Störung des Gleichgewichts der Augenmuskeln beider Augen. Latent heißt in diesem Fall, dass das Schielen nur unter besonderen Umständen, z.B. Ermüdung/Stress, eintritt.
Wenn beide Augen des Kindes gut sehen und im "Normalzustand" der Augen räumliches Sehen bestätigt werden kann, ist eine Behandlung nur dann indiziert, sofern Beschwerden, wie Leseunlust, Augenbrennen oder Kopfschmerzen auftreten. In dem Fall aber, dass sich das Schielen häuft und z.B. eine Schwachsichtigkeit eintritt, so muss behandelt werden. Auch wenn eine Fehlsichtigkeit mehr als geringfügig ist, muss diese ausgeglichen werden.



