Die Früherkennung der Makuladegeneration
Da bereits durch die AMD eingetretene Sehschädigungen in der Regel nicht mehr behoben werden können, gilt der Früherkennung besonderes Augenmerk. Durch den schmerzfreien, oft schleichenden Krankheitsverlauf werden die Symptome von Betroffenen meist spät erkannt. So sollten Sie bei Auftreten eines der beschriebenen Symptome, insbesondere dem des Verzerrtsehens (z.B. erscheinen gerade Linien gebogen), unverzüglich augenärztlichen Rat suchen.
Wir können heutzutage Veränderungen in der Netzhautmitte schon feststellen, bevor sie sich in Sehbeschwerden äußern. Um festzustellen, wie weit die AMD fortgeschritten ist, wenden wir folgende Untersuchungsmethoden an:
- Untersuchung der Makula mit einem Augenspiegel
- Farbstoffuntersuchung (sog. Fluoreszenzangiographie, wie wir sie auch bei der Früherkennung diabetischer Retinopathie anwenden)
- Untersuchung mit dem sog. Amsler-Netz (Test siehe weiter unten)
Der Amsler-Gitter-Test
Hier können Sie den Amsler-Gitter Test selbst durchführen. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
Betrachten Sie das Gitter bei Tageslicht aus ca. 30-40 cm Entfernung. Tragen Sie normalerweise beim Lesen eine Brille oder Kontaktlinsen, verwenden Sie diese bitte auch beim Test. Der Test wird für beide Augen getrennt durchgeführt. Decken Sie zunächst ein Auge mit der Hand ab. Kneifen Sie dieses Auge nicht zu. Mit dem offenen Auge schauen Sie jetzt auf den schwarzen Punkt in der Mitte des Gitters. Wiederholen Sie den Test mit dem anderen Auge.
Falls Sie eine der nachfolgenden Veränderungen bemerken, sollten Sie den Augenarzt aufsuchen:
- Erscheinen einige Quadrate des Gitters größer oder kleiner als die restlichen?
- Fehlt dem Gitter eine Ecke?
- Sind leere Stellen erkennbar?
- Sind Linien verzerrt oder gewellt?
- Sind bestimmte Bereiche im Gitter verschwommen?
- Sehen Sie einen grauen Schatten?
Risikofaktor Rauchen
Eine im März 2005 von der AMD Alliance International in Auftrag gegebene Umfrage zeigte, dass nur ca. 50% der Befragten in Deutschland wussten, dass das Rauchen ein Risikofaktor für die altersbedingte Makuladegeneration ist. Bis dato ist das Rauchen der einzige wissenschaftlich erwiesene Risikofaktor, welcher beeinflussbar ist. Besonders starke und langjährige Raucher haben ein mindestens doppelt so hohes Risiko an AMD zu erkranken, wie Nichtraucher.



