Die Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration
Eine bei AMD bereits eingetretene Schädigung der Netzhaut kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Alle therapeutischen Maßnahmen zielen darum darauf ab, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen bzw. zu stoppen.
Die photodynamische Therapie
Die "feuchte" Makuladegeneration kann unbehandelt zu schweren Sehschädigungen, bis hin zur Erblindung führen. In früheren Stadien dieser Verlaufsform kann eine Laserbehandlung (photodynamische Therapie - PDT) helfen. Mit dem Laserstrahl werden die eingewachsenen, undichten Gefäße, welche die Makula schädigen, verödet. Die Behandlung erfolgt ambulant und ist in der Regel schmerzfrei. Je nach Ausgangslage kann das Risiko einer schweren, dauerhaften Sehverschlechterung drastisch reduziert werden.
Weitere Behandlungsmöglichkeiten
Für die häufiger auftretende, „trockene" Makuladegeneration steht bislang keine wissenschaftlich anerkannte Behandlungsform zur Verfügung. Viele Studien zeigen jedoch, dass eine Behandlung der trockenen Verlaufsform mit hochdosierten Mikronährstoffen das allmähliche Nachlassen der Sehschärfe verlangsamen kann. Auch erreicht eine Behandlung mit ionisiertem Sauerstoff in etlichen Fällen eine Funktionsstabilisierung.
Weiterhin existieren eine Reihe neuer Behandlungsansätze, welche sich aber noch im Stadium der klinischen Erprobung befinden.
Weitere Maßnahmen können nur nach eingehender Untersuchung und individueller Befundung getroffen werden.
Risikofaktor Rauchen
Eine im März 2005 von der AMD Alliance International in Auftrag gegebene Umfrage zeigte, dass nur ca. 50% der Befragten in Deutschland wussten, dass das Rauchen ein Risikofaktor für die altersbedingte Makuladegeneration ist. Bis dato ist das Rauchen der einzige wissenschaftlich erwiesene Risikofaktor, welcher beeinflussbar ist. Besonders starke und langjährige Raucher haben ein mindestens doppelt so hohes Risiko an AMD zu erkranken, wie Nichtraucher.


