Die Folgen des Schielens

Kinder wehren sich automatisch gegen die beim Strabismus auftretenden Doppelbilder: Sie unterdrücken einfach das Bild desjenigen Auges, welches nicht in die gewollte Richtung schaut.
Die Konsequenzen dieser Reaktion und des gestörten natürlichen Entwicklungsprozesses des Sehens sind:

1. Verlust des räumlichen Sehens

Wird das vom “abweichenden” Auge an das kindliche Gehirn gelieferte Bild unterdrückt, so kann es zu keiner normalen Verschmelzung der von beiden Augen gelieferten Bilder kommen. Voraussetzung für das dreidimensionale Sehen ist jedoch, dass jedes der beiden Augen ein möglichst identisches Bild vom anvisierten Objekt liefert, welches dann zu einem Bild fusionieren kann.

2. Verlust der Sehschärfe

Durch die Unterdrückung des abweichenden Auges, wird dieses in seiner Entwicklung nicht ausreichend gefördert. Es kann so den natürlichen Sehprozess nicht in vollem Maße erlernen und bleibt “unterentwickelt”. Konsequenz: Verlust der Sehschärfe auf diesem Auge.