Die Formen der altersbedingten Makuladegeneration
Bei der altersbedingten Makuladegeneration werden 2 Verlaufsformen unterschieden:
Trockene Makuladegeneration
Mit 70 bis 80% aller Fälle wird die “trockene” Form der AMD am häufigsten beobachtet. Bei dieser Form erkennt man zu Beginn kleine gelbliche Ablagerungen (Drusen) unter der Netzhaut. In diesem frühen Stadium ist das Sehen allenfalls geringfügig eingeschränkt. So dauert es z.B. länger, wenn man von draußen einen dunklen Raum betritt, bis man wieder alles erkennt, oder Farben erscheinen blasser. Im Spätstadium der trockenen AMD werden Sinneszellen vernichtet und das zentrale Sehen verschlechtert sich drastisch. Im Gegensatz zur feuchten Verlaufsform schreitet die trockene AMD sehr viel langsamer voran.
Feuchte Makuladegeneration
Diese Verlaufsform entwickelt sich bei einem kleineren Teil der Betroffenen aus der trockenen Form. Als Reaktion auf die gelblichen Ablagerungen wachsen kleine Gefäßknospen unter die Netzhaut. Diese neu gebildeten Gefäße sind undicht oder können bluten, die Netzhautmitte schwillt an (“Makulaödem”). Die dort austretende Flüssigkeit führt dazu, dass die Netzhaut nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff und Mineralien versorgt wird. Sammelt sich unter der Makula zuviel Flüssigkeit kann sich die Netzhaut sogar ablösen. Auch kann es zu Vernarbungen auf der Netzhautmitte kommen. Im Gegensatz zur trockenen Spätform kann die feuchte Form mitunter sehr rasch, innerhalb nur weniger Wochen, voranschreiten.