Makula lutea – die Stelle des schärfsten Sehens

Die “makula lutea”, auch gelber Fleck genannt, ist die medizinische Bezeichnung für die auf der Netzhautmitte liegende Stelle des schärfsten Sehens. In diesem nur einen Millimeter großen Netzhautbereich liegen die für das scharfe Sehen sowie für das Farbensehen zuständigen Zapfen. Auf der Makula wird immer das abgebildet, was wir gerade direkt “ins Auge fassen”, also fixieren, wie es z.B. beim Lesen der Fall ist.

Die weniger deutlich wahrzunehmende Umgebung des Fixierten wird auf Netzhautbereiche außerhalb der Makula projiziert. So haben wir zwar ein großes Gesichtsfeld, aber nur ein relativ kleiner Bildausschnitt in seinem Zentrum kann gestochen scharf sein.

AMD altersbedingte Makuladegeneration

Bei der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) handelt es sich um eine Augenerkrankung, welche genau diese Stelle der Hornhaut, also die Stelle des schärfsten Sehens zerstört. Sehr viele Menschen – Tendenz steigend – sind heute von der AMD betroffen.

In früheren Generationen trat diese Krankheit wesentlich seltener auf. Das liegt jedoch nicht daran, daß unsere Vorfahren gesünder lebten, sondern an der stets zunehmenden Lebenserwartung. Je älter wir werden, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß wir diese zentrale Sehschärfe verlieren, weil die Sinneszellen in der Makula absterben.

Risikofaktor Rauchen

Eine im März 2005 von der AMD Alliance International in Auftrag gegebene Umfrage zeigte, dass nur ca. 50% der Befragten in Deutschland wussten, dass das Rauchen ein Risikofaktor für die altersbedingte Makuladegeneration ist. Bis dato ist das Rauchen der einzige wissenschaftlich erwiesene Risikofaktor, welcher beeinflussbar ist. Besonders starke und langjährige Raucher haben ein mindestens doppelt so hohes Risiko an AMD zu erkranken, wie Nichtraucher.